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Stadtteilpark Marienthal: Abschluss der Diplomarbeit Stadtteilpark Marienthal: Abschluss der Diplomarbeit

Stadtteilpark Marienthal: Abschluss der Diplomarbeit Empfehlung

Meine Diplomarbeit zum Stadtteilpark Marienthal in Zwickau wurde im Juli 2012 erfolgreich abgeschlossen und die Planungen der Stadtverwaltung Zwickau übergeben. Ob und inwieweit die Planung umgesetzt wird, ist natürlich stark davon abhängig IN WIEWEIT INTERESSE seitens der Bewohner und zukünftigen Nutzer besteht, die Planungen umzusetzen sowie die Klärung der notwendigen finanziellen Mittel durch die Stadt. DOCH zunächst möchte ich Ihnen der Planungen einmal vorstellen. 

Entwurfsbeschreibung/Kurzreferat

Die vorliegende Diplomarbeit beplant den Stadtteilpark Marienthal in Zwickau. Ziel ist es neben einer umfangreichen Analyse und anschließender Entwurfsplanung, Ausführungsdetails zu erarbeiten.

Der Stadtteil Marienthal befindet sich im Westen der Stadt Zwickau und liegt im alten Dorfkern in der Nähe der Pauluskirche. Er wird durch den öffentlichen Nahverkehr erschlossen und ist dadurch gut erreichbar für die Menschen in der Umgebung.Weiterhin führt eine wichtige Wanderwegverbindung von der Zwickauer Innenstadt durch den Park bis zum Naherholungsgebiet Stadtwald.


Anfang des 20. Jahrhunderts gab es die ersten Planungen und Ideen für einen Park. Jedoch entstand er in seiner heutigen Form erst mit Abschluss der Wohnbaumaßnahmen in den 70er Jahren.

Im Rahmen der Analyse zum Projekt wurde die Öffentlichkeit nach Ihren Wünschen und Ideen befragt. Die Ergebnisse wurden bei der Planung berücksichtigt. So sind die besonderen Schwerpunkte des Parks, z. B. die Integration vielseitiger Funktionsbereiche, der Erhalt des Marktplatzes, die Schaffung von Ruhezonen für Senioren, aus diesen Wünschen hervorgegangen. Allerdings konnten viele Ideen aus technischen oder Kostengründen nicht näher betrachtet werden.

Ziel der Neugestaltung des Marienthaler Paulusparks war es einerseits Funktionen und Anforderungen an den neuen Stadtteilpark zu bündeln und auf der anderen Seite den ursprünglichen Charakter eines Parks zu bewahren. Erreicht wurde dies durch die gezielte Konzentration von Nutzungen auf Funktionsbereichen.

So entstand für den Park eine Art Nervensystem, wobei die Nervenzellen in sich unterschiedliche Nutzungen aufnehmen. Zwischen diesen Zellen spannen sich Wiesen und Gehölzflächen auf, welche von den geschwungenen Wegeverbindungen gekreuzt werden, so dass ein beschwingter und lebendiger Parkrhythmus entsteht. Neben intensiv nutzbaren „Aktivitätszellen“ (Fußball, Volleyball, Bouldern, Kinderspiel) gibt es Ruheinsel, welche mit Stauden- / Gräserpflanzungen ausgestaltet sind und zum Entspannen einladen sollen.

Die unterschiedlichen Funktionen des Parks spiegeln sich ebenfalls in den verschiedenen Materialien und Farbigkeit wieder. So bestehen die Zellen aus einem weißen Sichtbetongürtel als Weg und einem in Rottönen gestalteten inneren Funktionsbereich. Die Farben greifen die Stadtfarben der Stadt Zwickau auf und definieren zudem klar die Funktionsbereiche. Für die repräsentativen und städtisch geprägten Flächen wurde Granit verwendet, wohingegen die Wegeverbindungen eher zurückhaltend als wassergebundene Wegeflächen gestaltet wurden.

Der Stadtteilpark Marienthal wurde gesamthaft bis zur technischen Planung betrachtet, in der Ausführungsplanung wurden die Bewältigung der Höhensituation und die Ausprägung einiger Funktionsinseln vertieft.

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Sven Reithel

Als Landschaftsarchitekt sehe ich meinen Beruf gern ein wenig als Berufung und beschäftige mich daher auch neben der Arbeit gern ein bisschen mit aktuellen Themen der Natur im bebauten Raum...

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