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Geschichte zum Stadtteilpark Marienthal Geschichte zum Stadtteilpark Marienthal

Geschichte des Stadtteilparkes Marienthal


Die Pläne des Kirchenvorstandes der evangelisch lutherischen Kirche zu Marienthal waren groß, als man 1921 62.000m² Land erwarb und die Planung für einen Grünzug von der Antonstraße bis hinauf zum Bismarckhain an den Zwickauer Rat der Stadt weitergab. Der Entwurf des Baumeisters Seidl sah neben Schrebergärten Turn- und Spielplätze für Jungen und Mädchen sowie Erholungsmöglichkeiten für die Alten vor.

[…]
Da sich die Stadt jedoch scheute, die Kosten für dieses Projekt zu übernehmen, ließ die Umsetzung auf sich warten. Durch viele fleißige Hände und großzügige Gaben der kirchlichen Gemeindemitglieder entstand auf dem heutigen Gelände des Stadtparks Marienthal 1923 ein Turn- und Spielplatz für die Jungmannen, die diesen ausgiebig zum Fußballspielen nutzten. 
Erst 1927, nach Beendigung des Pachtvertrages mit einem ortsansässigen Bauern, konnten die restlichen Flächen in Anspruch genommen werden. Zwar folgte die Kirchgemeinde inhaltlich weitestgehend den Plänen Seidls, ordnete die Abschnitte jedoch anders an. Auf den Turnplatz folgte gen Norden der Ruheplatz für die Alten. Daran schloss sich der Mädchengarten mit seinen Blumenbeeten und Obstbäumen an. Auf dem restlichen Gelände legte die Kirchgemeinde in Eigenleistung eine Schrebergartenkolonie an, so dass jedes Gemeindemitglied ein kleines Stück Land zur Selbstversorgung hatte. 
Während des zweiten Weltkrieges musste der Kirchenvorstand die Unterbringung von Gefangenen in einem eigens dafür eingerichteten Barackenlager auf dem Gelände des Turnplatzes hinnehmen. 
[…]
Um der Nahrungsmittelknappheit entgegen zu wirken, gab die Kirche die öffentlichen Anlagen des Stadtparks nach und nach als Grabeland frei, so dass wenig von dem Parkcharakter erhalten blieb. 
Die Pläne der Stadt, große Teile des Grünzuges mit Wohnungen zu bebauen, bedeuteten das Ende des „Paulusparkes“, wie die Anlage von den Einwohnern genannt wurde. Ab 1958 wurden die Schrebergärten nach und nach aufgelöst und an anderer Stelle wieder angesiedelt.
[…]
Der ehemalige Sportplatz erhielt sein heutiges Aussehen in den 70er Jahren. Damals überarbeiteten ihn die Freiwilligen des Reichbahn-Ausbesserungs-Werks. […] Seitdem queren zwei Wege die beiden Terrassen und verbinden die beiden Längswege miteinander. Eine dichte Hecke schützt den Platz zur Anton- und Döhnerstraße hin vor Verkehrslärm und Staub. Einige Solitäre bieten auf dem Platz Schatten. Die aufgestellten Tore laden junge Kicker des anliegenden Jungendzentrums zum Fußballspielen ein, so dass der Kreis sich schließt.


Quelle: Garten- und Friedhofsamt Stadt Zwickau

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Sven Reithel

Als Landschaftsarchitekt sehe ich meinen Beruf gern ein wenig als Berufung und beschäftige mich daher auch neben der Arbeit gern ein bisschen mit aktuellen Themen der Natur im bebauten Raum...

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